Achsfeder / Chevronfeder

Achsfeder / Chevronfeder

GMT

Beschreibung:

Achsfedern sind mehrschichtige Gummi-Metall-Federelemente, die zur Aufnahme von Fahrzeuglasten und zur Reduzierung der Übertragung von Schwingungen und Stoßbelastungen zwischen Radsatzbaugruppe und Drehgestellrahmen eingesetzt werden.

Die metallischen Elemente sind dauerhaft durch vulkanisierte Elastomerschichten miteinander verbunden. Diese Konstruktion verbindet eine hohe Tragfähigkeit mit kontrollierter elastischer Beweglichkeit und ermöglicht unterschiedliche Federsteifigkeiten in vertikaler, longitudinaler und lateraler Richtung.

Achsfedern werden in Deutschland in zahlreichen Abmessungen und technischen Ausführungen hergestellt. Projektspezifische Varianten können auf Grundlage einer technischen Zeichnung, eines vorhandenen Bauteils, eines physischen Musters oder einer Kundenspezifikation gefertigt werden.

Typische Anwendungsbereiche:

Dieseltriebzüge · Elektrotriebzüge · Gummi-Metall-Teile · Lokomotiven · Personenwagen · Schienenverkehr · Stadtverkehr · Straßenbahnen · U-Bahn

Achsfeder / Chevronfeder

Primärfederung und Schwingungsisolierung

Achsfedern sind Bestandteil der Primärfederung von Schienenfahrzeugen und bilden eine elastische Verbindung zwischen radsatznahen Baugruppen und der Drehgestellstruktur.

Sie nehmen statische Fahrzeuglasten auf und absorbieren dynamische Kräfte, die durch Gleisunebenheiten und Fahrzeugbewegungen entstehen. Die Elastomerschichten reduzieren die Übertragung von Schwingungen, Stoßbelastungen und Körperschall auf das Drehgestell und den Fahrzeugaufbau.

Das definierte elastische Verhalten der Federn trägt zudem dazu bei, den Drehgestellrahmen und angrenzende Fahrwerkskomponenten vor übermäßigen dynamischen Belastungen zu schützen.

Richtungsabhängige Federcharakteristik

Achsfedern werden häufig paarweise eingebaut. Durch ihre Konstruktion und Einbaulage können unterschiedliche Federsteifigkeiten in den wesentlichen Bewegungsrichtungen realisiert werden.

Dadurch kann die Federung eine stabile vertikale Lastabstützung gewährleisten und gleichzeitig die für die jeweilige Drehgestellkonstruktion erforderliche longitudinale und laterale Elastizität bereitstellen.

Technische Vorteile

  • kontrollierte Aufnahme statischer und dynamischer Fahrzeuglasten;
  • definierte Federsteifigkeiten in mehreren Bewegungsrichtungen;
  • Reduzierung von Schwingungen und Körperschall;
  • Aufnahme von Stoß- und Spitzenbelastungen;
  • kompakte Integration in Primärfederungssysteme;
  • Schutz von Drehgestell- und Fahrwerkskomponenten;
  • einfache und zuverlässige Montage;
  • zuverlässiger Betrieb bei wiederholter zyklischer Belastung;
  • lange betriebliche Lebensdauer.

Anwendungen in der Schienenfahrzeugfederung

Achsfedern eignen sich für unterschiedliche Arten von Schienenfahrzeugen, darunter Lokomotiven, Reisezugwagen, Triebzüge, Metrofahrzeuge und Straßenbahnen.

Sie können für planmäßige Wartungen, Drehgestellüberholungen, Flotten-Refurbishment, Modernisierung von Fahrwerks- und Federungssystemen sowie für Neufahrzeugprojekte geliefert werden.

Auch projektspezifische Ersatzkomponenten für ältere Fahrzeugplattformen können gefertigt werden, wenn das ursprüngliche Bauteil nicht mehr hergestellt wird oder kommerziell nicht mehr verfügbar ist.

Kundenspezifische Fertigung für Fahrwerksanforderungen

Achsfedern werden in unterschiedlichen konstruktiven Ausführungen entsprechend der geforderten Federungsfunktion und Einbausituation hergestellt.

Eine kundenspezifische Fertigung ist auf Grundlage einer bestehenden technischen Zeichnung, eines Originalbauteils, eines physischen Musters oder einer definierten Kundenspezifikation möglich. Jedes Projekt wird vor Produktionsbeginn individuell technisch geprüft und ausgelegt.

Produktion in Deutschland und Qualitätskontrolle

Achsfedern werden in Deutschland unter Qualitätsmanagementsystemen hergestellt, die nach ISO 9001 und ISO 22163 zertifiziert sind.

Die produktspezifische Prüfung konzentriert sich auf die Maßhaltigkeit sowie auf die vereinbarten vertikalen, longitudinalen und lateralen Federkennwerte. Das Last-Verformungs-Verhalten wird anhand der für die jeweilige Federungsanordnung definierten Anforderungen bewertet.

Die fertigen Produkte werden mit einem Prüfzeugnis nach EN 10204 3.1 geliefert.

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