Progressive Federungscharakteristik
Konusfedern verbinden Tragfähigkeit, elastische Beweglichkeit und Schwingungsisolierung in einem kompakten Gummi-Metall-Bauteil. Sie werden vor allem zur Aufnahme vertikaler Lasten und dynamischer Kräfte zwischen Radsatzbaugruppe und Drehgestellstruktur eingesetzt.
Je nach Ausführung kann die Feder unterschiedliche Steifigkeitskennwerte in vertikaler, lateraler und longitudinaler Richtung aufweisen. Dadurch lässt sich das Federungsverhalten gezielt an die Bewegungs- und Führungsanforderungen des Fahrzeugs anpassen.
Technische Vorteile
- progressive Last-Verformungs-Charakteristik;
- kompakte Integration in Primärfederungssysteme;
- Reduzierung von Schwingungen und Körperschall;
- Aufnahme von Stoß- und dynamischen Belastungen;
- definierte vertikale, laterale und longitudinale Steifigkeit;
- Schutz von Drehgestell- und Radsatzkomponenten;
- zuverlässige Funktion unter wiederholter zyklischer Belastung.
Anwendungen in der Schienenfahrzeugfederung
Primär-Konusfedern werden in Drehgestell-Federungssystemen von Straßenbahnen, Metrofahrzeugen, Regionalzügen und anderen Schienenfahrzeugen eingesetzt, die kompakte und langlebige Komponenten für die Primärfederung erfordern.
Sie können für planmäßige Wartungen, Drehgestellüberholungen, Flotten-Refurbishment, Fahrzeugmodernisierungen und Neufahrzeugprojekte geliefert werden. Auch Ersatzkomponenten können gefertigt werden, wenn das ursprüngliche Bauteil nicht mehr hergestellt wird oder kommerziell nicht mehr verfügbar ist.
Projektspezifische Fertigung
Geometrie, Elastomermischung und interne Metallkomponenten werden entsprechend der erforderlichen Federungsfunktion und den Einbaubedingungen ausgelegt.
Eine kundenspezifische Fertigung ist auf Grundlage einer bestehenden technischen Zeichnung, eines Originalbauteils, eines physischen Musters oder einer definierten Kundenspezifikation möglich. Jedes Projekt wird vor Produktionsbeginn individuell technisch geprüft und ausgelegt.
Produktion in Deutschland und Qualitätskontrolle
Primär-Konusfedern werden in Deutschland unter Qualitätsmanagementsystemen hergestellt, die nach ISO 9001 und ISO 22163 zertifiziert sind.
Die produktspezifische Prüfung konzentriert sich auf die Maßhaltigkeit sowie auf die vereinbarte Last-Verformungs-Charakteristik und die richtungsabhängigen Steifigkeitskennwerte. Sofern es die Projektanforderungen erfordern, können Lebensdauerberechnungen und dynamische Prüfungen zur Validierung des Verhaltens unter zyklischer Belastung durchgeführt werden.
Die fertigen Produkte werden mit einem Prüfzeugnis nach EN 10204 3.1 geliefert.